Autogenes Training der Unterstufe ist eine gute Entspannungshilfe, die sich, einmal erlernt, zu jeder Zeit und in nahezu jeder Situation einsetzen lässt. Zur Streßbekämpfung und in Überlastungssituationen können schon fünf Minuten am Tag nützlich sein.
Erkrankungen, die mit Verkrampfungen, Verspannungen und leichten Fehlfunktionen von Organen einhergehen, wie Kopf-, Rücken- oder Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen, Bluthochdruck, Magenbeschwerden und vor allem Schlafstörungen, lassen sich mit Autogenem Training mildern. Bei innerer Unruhe, Zappligkeit und Störungen der Konzentrationsfähigkeit können formelhafte Vorsätze nützen. Zur Geburtsvorbereitung eignet sich Autogenes Training, um Spannungen und Ängste abzubauen.
Die meditativen Übungen der Oberstufe des Autogenen Trainings können die Selbsterkenntnis fördern. Wer zur Selbsterkenntnis aber bewusstes Nachdenken vorzieht, sollte andere Methoden wählen.
Menschen mit Herzrhythmusstörungen können sich ängstigen, wenn sie ihren Pulsschlag bewusst empfinden. Asthmatikern kann zu Beginn des Trainings die Atemübung schwer fallen; es kann sie irritieren oder beunruhigen, wenn sie sich auf ihren Atemrhythmus konzentrieren. Doch durch das Üben in der Gruppe und unter kompetenter Anleitung verlieren sich diese Sorgen bald.
Quelle:
Kursbuch Seele
Was tun bei psychischen Problemen ?
Beratung - Sebsthilfe - Medikamente
120 Psychotherapien auf dem Prüfstand
Krista Federspiel, Ingeborg Lackinger Karger
Kiepenheuer&Witsch, 1996, ISBN 3-462-02525-2